Sabina Kaluza: sine nominibus
Sabina Kaluza: sine nominibus
2012
Nach dem vom Bund Bildender Künstler Braunschweig im vergangenen Jahr konzipierten Kunst-Projekt „Himmelsstürmer“ hat sich die St. Petri-Gemeinde entschlossen, dass für unsere Kirche entworfene Kunstwerk zum dauerhaften Verbleib in der Kirche käuflich zu erwerben. Sabina Kaluzas Installation „sine nominibus“ für den Drösemann-Altar unserer Kirche wird damit auf Dauer in St. Petri zu besichtigen sein.
Mit einer zurückgenommenen Installation am Drösemann-Altar erinnert Kaluzas Werk an all die Unbedachten, die in Braunschweig jährlich ohne Begleitung von Angehörigen oder Freunden bestattet werden. Kaluza widmet sich damit einem der Schwerpunktthemen der Gemeindearbeit, der Seelsorge, und der Erinnerung an Menschen, die ohne Begleitung bestattet wurden. Am Drösemannschen Altar bringt sie, an Stelle zweier nach dem 2. Weltkrieg verloren gegangener Bilder, zwei Arbeiten an, die symbolisch den unbedacht Gestorbenen gewidmet sind. Das absichtlich transparent gewählte Material verschmilzt mit dem Altar zu einer Einheit, ohne ihn in seiner Originalität zu behelligen. Die Zahl 1649 der verwendeten Symbole im oberen Teil der Arbeit bezieht sich auf die Vergangenheit und das Entstehungsjahr des Altars. Die Zahl 2011 im unteren, zweiten Teil der Arbeit wiederum zielt auf die Gegenwart.
Zur Künstlerin:
Sabina Kaluza, 1967 in polnischen Bytom geboren, studierte Freie Kunst an der HBK Braunschweig und wurde Meisterschülerin von John Armleder.
Ihr facettenreiches, künstlerisches Schaffen spiegelt sich in Installationen, Objekten, Skulpturen, bewegten Bildern, Fotografie und Performance wieder. Darüber hinaus wirkt sie aktiv bei zahlreichen künstlerischen Projekten in In- und Ausland mit.
Seit 2009 ist sie als Dozentin am CJD Braunschweig tätig.
Sabina Kaluza: Sine Nominibus
Die Künstlerin Sabina Kaluza beim Aufbau ihrer Installation „sine nominibus“ am Drösemann-Altar in St. Petri und unten im Portrait vor der Kirche.